Der Falke 1/2018

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Schwerpunkte
  • Vogel des Jahres 2018: Star
  • Vogelwelt aktuell: Herbst 2017
  • Neuseeland: Subantarktische Inseln

Star (Foto: M. Schäf)

Hermann Stickroth:
Vogel des Jahres 2018: Der Star – Jahresvogel mit Attitüde

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) haben den Star zum Vogel des Jahres 2018 gekürt. Er sei „ein Paradebeispiel dafür, wie es um unsere eigentlich häufigen Vogelarten steht“. Deren Präsenz im Alltag täuscht darüber hinweg, dass viele von ihnen längst in Abnahme begriffen sind: „Zwei Millionen Starenpaare haben wir allein in Deutschland in nur zwei Jahrzehnten verloren“, schreiben die Experten der beiden Vogelschutzverbände in der Broschüre über den Star. Dass er diesen Namen in gewissem Sinne verdient, darüber berichten wir in unserem Artikel zum Jahresvogel.


Campbell-Albatros (Foto: S. Pfützke)

Stefan Pfützke:
Albatrosse, Pinguine und vieles mehr: Neuseelands Subantarktische Inseln

Die von der UNESCO als Weltnaturerbe ausgewiesenen Subantarktischen Inseln südlich Neuseelands gehören zu den letzten noch weitgehend ursprünglichen Regionen überhaupt auf der Erde. Sie bestehen aus fünf Inselgruppen und bilden mit der zu Australien gehörenden Macquarie Island, ebenfalls ein UNESCO Weltnaturerbe, eine zusammenhängende Gruppe von Inseln im Bereich zwischen 40° und 50° südlicher Breite südlich von Neuseeland. Aufgrund ihrer Abgelegenheit und der herausfordernden Witterungsbedingungen mit extrem starken Winden, entsprechendem Wellengang, geringen Temperaturen und hohen Niederschlagsmengen blieben sie lange komplett von menschlichen Einflüssen verschont. Allerdings nicht dauerhaft.


Kernbeißer (Foto: M. Radloff)

Christopher König, Stefan Stübing, Rüdiger Dreyer, Johannes Wahl:
Herbst 2017: Stürmische Zeiten für Kraniche, Skuas und Kernbeißer

Als „recht mild mit viel Niederschlag und wenig Sonnenschein“ betitelt der Deutsche Wetterdienst den Herbst 2017. Doch gerade zu dieser Jahreszeit ist der Wind ein weiteres bedeutendes meteorologisches Element des Wetters. Heftige Orkantiefs und Stürme zogen über Deutschland hinweg und verursachten teils große Schäden. Auch die Vogelwelt wurde reichlich durcheinandergewirbelt. In welchem Maße starke Winde die Routen der Vögel beeinflussen, zeigen wir beispielhaft anhand des Kranichzuges am 29./30. Oktober. Ungewöhnlich viele Skuas wurden vom starken Wind an die deutsche Nordseeküste verdriftet. Wir vergleichen daher das Auftreten der Raubmöwe mit den Sturm-ereignissen „Sebastian“, „Xavier“ und „Herwart“. Unter den knapp 1,3 Millionen von September bis November bei ornitho.de gemeldeten Beobachtungen fiel außerdem die hohe Zahl der Kernbeißer auf. Auch diese Daten schauen wir uns genauer an und vergleichen das Auftreten hierzulande mit der Situation in anderen Ländern. Schwer fiel die Auswahl der Seltenheiten, die in unserem Rückblick natürlich ebenfalls nicht fehlen dürfen. Die große Zahl der entdeckten Raritäten ließ so manches Vogelkundler-Herz höher schlagen.

Weitere Inhalte
  • Anita Schäffer: „Seitenstreifen“ und Höhen-Sandbäder: Steinhuhn
  • Christoph Zöckler: Ausweisung neuer Schutzgebiete: Hilfe für den Löffelstrandläufer
  • Christopher König, Christoph Moning, Felix Weiß: Im Land der tausend Gräben: Der Drömling in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
  • Bianca Michalik, Vera Brust, Ommo Hüppop: Rückblick auf internationale Fachtagung: „Offshore-Windkraft und Vogelzug über dem Meer“
  • Hans-Joachim Fünfstück: Schutz vor Stromtod: Seeadler in Österreich
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