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Das Jahresinhaltsverzeichnis 2014 kann jetzt unter Downloads heruntergeladen werden.


Der Falke 3/2015
Schwerpunkte:
  • Lebensraumgestalter: Bienenfresser
  • Vogelstimmen: Rufe fliegender Vögel
  • Neue App: ornitho leicht gemacht
  • Massenhaft: Die Bergfinken sind los
Bienenfresser (Foto: J. Goedelt)
Jan Goedelt:
Vielfalt an der Steilwand: Bienenfresser als Lebensraumgestalter

Steilwände an natürlichen Flussläufen sowie in Kies- und Sandgruben beherbergen eine hohe Anzahl verschiedener Tierarten, darunter eine Vielzahl an Brutvögeln, die in der Wand ihre Nester haben. Für diese Artenvielfalt an der Steilwand kommt dem Bienenfresser eine entscheidende Bedeutung zu: Er verändert stetig den Lebensraum Steilwand durch das Graben von Bruthöhlen und ermöglicht es so anderen Vogelarten, sich diesen Lebensraum überhaupt erst zu erschließen.


Singschwäne (Foto: V. Probst)
Hans-Heiner Bergmann:
Was fliegende Vögel zu sagen haben: Flugruf, Zugruf, Fluggesang

Als die Dinosaurier das Fliegen entwickelten, bevor die Vögel aus ihnen hervorgingen, waren sie schon stimmbegabt. Man sieht das heute noch an den Krokodilen, die unter den Reptilien am nächsten mit den Vögeln verwandt sind: Krokodile verfügen über Lautäußerungen, selbst wenn sie nicht besonders angenehm klingen. Vögel haben den freien Luftraum erobert und die Stimmlaute weiter entwickelt. Viele von ihnen setzen selbst während des Fluges bezeichnende Lautäußerungen ein, sowohl Rufe als auch Gesang.



Bergfinken (Foto: M. Sommerhage)
Achim Zedler, Maik Sommerhage:
Millionenschlafplatz in Mittelhessen: Die Bergfinken sind los

So stellt man sich das als Vogelbeobachter vor: Man kommt an die beschriebene Stelle für eine spannende Beobachtung, und es gibt sogar einen Stand mit Grillwürstchen und Glühwein. Genauso hatten wir es uns schon häufig ausgemalt, wenn wir zu einem Schauplatz fuhren, an dem viele Vogelbegeisterte zusammenkommen. Aber nicht nur Ornis aus dem gesamten Bundesgebiet, auch weitgereiste Naturinteressierte und ganze Familien aus der Umgebung sind seit den ersten Berichten in den lokalen Zeitungen Anfang 2015 mittlerweile jeden Nachmittag vor Ort. Werktags sind oftmals etwa 100 Personen, an Wochenenden gar bis 600 Schaulustige gezählt worden.


weitere Inhalte
Beobachtungstipp:
Christoph Moning, Christopher König, Christian Wagner, Felix Weiß:
Die Donauauen zwischen Lechmündung und Ingolstadt in Bayern – Auwälder und nordische Wasservögel

Anita Schäffer:
Klirrender Gesang und Revierkämpfe: Grauammer
Unter den Feldvögeln ist die Grauammer ganz besonders mit offenen Flächen mit kurzer oder krautiger Vegetation verbunden, wie sie in Europa hauptsächlich in landwirtschaftlich genutzten Gebieten vorkommen. Langfristig sowie auch in den letzten Jahrzehnten waren diese Lebensräume extremen Veränderungen unterworfen, die in engem Zusammenhang mit den Bestandszahlen dieser größten, bei uns heimischen Ammernart gesehen werden müssen. Wo die Grauammer vorkommt, kann man sie leicht beim Vortragen ihres charakteristischen Gesanges von Warten wie Leitungsdrähten beobachten.

Christopher König, Gaëtan Delaloye, Johannes Wahl:
NaturaList: Mobile Erfassung von Vogelbeobachtungen per Smartphone – europaweit
Smartphones sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Auch zur Notierung von Vogel­beobachtungen können sie dank ihrer vielfältigen technischen Funktionen wertvolle Dienste leisten. Seit Anfang Dezember 2014 ist mit der App NaturaList eine Software kostenlos für Smartphones mit dem Betriebssystem Android verfügbar. Einige technische Raffinessen, die die Erfassung von Vogelbeobachtungen in wenigen Sekunden – auch fernab der Zivilisation – und die Übertragung in ornitho.de und andere ornitho-Portale ermöglichen, wollen wir Ihnen vorstellen.

Viktor Wember:
Eine ornithologische Detektivgeschichte: Bienenfresser und Spint, Eisvogel und Liest
Jeder Vogelbeobachter weiß von etlichen Vogelarten, zu welchen Familien diese gehören. Weil wir vom Graureiher wissen, wer seine Verwandten sind, zum Beispiel Silberreiher, Purpurreiher und Rohrdommel, haben wir eine Vorstellung von der Familie der Reiher. Ebenso bei den Familien der Drosseln, der Grasmücken usw. Aber wenn wir wissen wollen, wer die Verwandten vom Bienenfresser oder vom Eisvogel sind, müssen wir über die Grenzen Europas hinausschauen. Dabei ist dieser Blick durchaus aufschlussreich auch für die Kenntnis über „unseren Eisvogel“ oder den europäischen Bienenfresser.

Sven Trautmann, Johanna Karthäuser:
Saisonstart beim Monitoring häufiger Brutvögel
Jedes Jahr aufs Neue machen im März sich wieder viele Vogelkundlerinnen und Vogelkundler in Deutschland auf zu „ihrer“ Probefläche. Ausgerüstet mit Fernglas, Feldkarte und einem gespitzten Bleistift erfassen sie die Brutvögel eines 100 Hektar großen Landschaftsausschnitts.

Josep del Hoyo, Nigel J. Collar:
Debatte um neue Checklist: Fakten und Fiktion zur Scoring-Methode nach Tobias: eine Antwort an Prof. Martens
Die im vergangenen Herbst erschienene neue Checklist of the Birds of the World hat auch hierzulande eine kontroverse Diskussion ausgelöst. Wie für ein so grundlegendes Mammutwerk mit seinen erheblichen taxonomischen Konsequenzen nicht anders zu erwarten, reichen die Reaktionen von euphorischer Zustimmung bis hin zu weitgehender Ablehnung. Besonders das in der gemeinsam von BirdLife International und dem Team des Handbook of the Birds of the World (HBW) herausgegebenen Checklist angewandte Klassifizierungskonzept anhand der sogenannten Tobias-Kriterien wird kontrovers diskutiert. Von Anbeginn an wollte die Redaktion von DER FALKE für diese wichtige Debatte ein Forum bieten, um unseren Lesern eine möglichst umfassende Meinungsbildung zu ermöglichen. Nach einer ausführlichen Vorstellung des Buches samt eines langen Interviews mit dem Hauptautoren Josep del Hoyo (November 2014) und einer kritischen Betrachtung der Tobias-Kriterien durch den renommierten Mainzer Taxonomen Jochen Martens (Dezember 2014) wollen wir abschließend die beiden Checklist-Autoren Josep del Hoyo und Nigel J. Collar mit einer Erwiderung auf die Martens-Kritik zu Wort kommen lassen.

Veröffentlichungen:
Beckers J.& P. Florez: Birdwatching in Colombia
Mebs, T. & D. Schmidt: Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Asiens (2. Aufl.)
Schubert, M.: Frühlingsboten – Klangeindrücke aus Landschaften Mittel- und Nordeuropas in 28 Aufnahmen (CD)

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Unser Tipp
F. Bairlein / J. Dierschke / V. Dierschke u.a.:
Atlas des Vogelzugs
Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel
586 S., 71 farb. Abb., 17 s/w-Abb., 950 Karten, geb. AULA-Verlag.
ISBN: 978-3-89104-770-5
49,95 €

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