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Schwerpunkte:
  • Europas Neubürger
  • Spechte und Eichensterben
  • Vögel zwischen Ural und Wolga
  • Möwen im Nordatlantik
Heiliger Ibis
Einhard Bezzel:
Neozoen in Europa

Zahl und Vielfalt fremdländischer oder zumindest in einem Gebiet nicht von jeher heimischen Vogelarten haben im letzten Jahrzehnt auch in Mitteleuropa gewaltig zugenommen. Ursache dafür ist zunächst einmal der Mensch, sei es, dass er Exoten absichtlich ausgesetzt hat, um mehr Vögel zum Schießen zu haben oder sich an bunten Vögeln zu erfreuen, sei es, dass ihm allerlei Geflügel aus Gefangenschaft entkommt oder einige Vögel auch einfach der Natur überantwortet werden, wenn man ihrer überdrüssig geworden ist. Mit menschlicher Hilfe angesiedelte Exoten nennt man nicht ganz glücklich Neozoen in Anlehnung an den vorher eingeführten Begriff Neophyten der Botaniker. Über 20 Vogelarten aus anderen Kontinenten sind mittlerweile fest etablierte Neubürger der Vogelwelt Europas geworden, wie Schweizer Ornithologen kürzlich ermittelt haben. Weitere Kandidaten auf dieser Liste haben sich aber schon nachdrücklich angemeldet. Wie immer man auch die „Bereicherung“ der europäischen Fauna bewerten mag, Vogelbeobachter sollten sich darüber informieren. Wir setzen Sie daher kurz ins Bild über Neozoen und die derzeitige Situation. Das Thema wird uns aber sicherlich noch weiter beschäftigen.



Altwasser
Thomas Brandt:
Westkasachstan: Vögel zwischen Wolga und Ural am östlichen Rand Europas

Thomas Brandt war in Westkasachstan. Sein Bericht wird nicht unbedingt dazu anregen, eigene Reisepläne in das Land zu verfolgen. Aber ornithologisch gesehen handelt es sich um einen großen weißen Fleck zwischen Europa und Asien, über den ein Reisebericht geschulter Vogelbeobachter interessante und für den Schutz paläarktischer Brutvögel wichtige Informationen liefert. Sie können dazu anregen, dass vogelkundige Europäer sich etwas intensiver als bisher mit dem Land zwischen Ural und Wolga befassen.



Mittelspecht
Egbert Günther:
(K)ein voller Tisch für alle:
Spechte und das Eichensterben

Einen Augenblick im Wald dokumentiert Egbert Günther. Er hat beobachtet, wie im Harz Spechte in ihrer Häufigkeit und Verteilung reagieren, wenn es der deutschen Eiche nicht gut geht. So wird wieder einmal gezeigt, wie geduldiges und sorgfältiges Beobachten über längere Zeit Einsichten vermittelt, die uns sonst verborgen blieben.




weitere Inhalte
Beobachtungstipp
Thomas Brandt, Cordula Jülch, Kilian Wasmer:
Das NSG Wagbachniederung in Baden-Württemberg

Dieter Haas:
Großmöwen im Norden

Hermann Stickroth:
Das neue Kompendium der Vögel Mitteleuropas: Zeitaufnahme des Wandels

Veröffentlichungen
Vögel beobachten in Süddeutschland von Christoph Moning & Christian Wagner
Lapland: A natural history von Derek Ratcliffe

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