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Der Falke November 2006
Schwerpunkte:
  • Eulen und ihre Brutplätze
  • Madagaskar: Im Wald der Drachenbäume
  • Einwanderer Schwarzkopfmöwe
  • Vogelzug: Pfeilstörche aus Afrika

Schleiereulen
Bernd Hartung:
Von Waldkäuzen, die nicht in Höhlen brüten

Otto Diehl:
„Gute“ Tradition kritisch gesehen: Mehr Platz für junge Schleiereulen

Zwei Experten berichten über ihre Beobachtungen und Erfahrungen an Brutplätzen heimischer Eulen. Waldkäuze sind Höhlenbrüter, Freibruten galten bisher eigentlich nur als Notlösungen. Nach den Erfahrungen von Bernd Hartung scheint das aber nicht immer so zu sein. Vielleicht brüten Waldkäuze öfters an freien Plätzen als man bisher wusste. Als Notlösungen jedoch, die keineswegs ideal sind, weil zu klein, müssen die bisher empfohlenen Brutkästen für die Schleiereule angesehen werden. Otto Diehl legt überzeugend dar, dass selbst Empfehlungen der Vogelschutz- und Naturschutzverbände wie auch Angebote im Fachhandel einer kritischen Überprüfung nicht standhalten. Auch lange Jahre als gute Tradition im Vogelschutz praktizierte Maßnahmen müssen immer wieder kritisch hinterfragt und gegebenenfalls angepasst werden.


Blauer Seidenkuckuck
Friederike Woog:
Madagaskar: Forschung im Regenwald der Drachenbäume

Mit 37 endemischen Vogelgattungen und vielen anderen endemischen Organismen birgt Madagaskar einen einmaligen Schatz, der freilich von Abholzungen und anderen Folgen der menschlichen Nutzung, die aus Unkenntnis und Not der einheimischen Bevölkerung oft genug in einen Raubbau ausartet, aufs Äußerste bedroht ist. Friederike Woog vom Naturkundemuseum Stuttgart berichtet über ein Projekt, in dem deutsche Forscher zusammen mit einheimischen Naturkundlern und Wildhütern zusammen arbeiten, das nicht nur zur Erhaltung einmaliger Arten beitragen will, sondern möglicherweise auch der ansässigen Bevölkerung bessere Überlebensperspektiven bieten kann. Vogelbeobachter als Ökotouristen stehen dabei durchaus auf der Rechnung.


Schwarzkopfmöwe
Philipp Meister:
Schwarzkopfmöwe – weiter auf dem Vormarsch?

Änderungen in der mitteleuropäischen Vogelwelt sind ständig zu erwarten. Es kommt aber nicht nur darauf an, sie zu registrieren, sondern zu versuchen, Hintergründe zu erkennen und die eingetretene Entwicklung zu bewerten. Vor vier Jahren berichtete Jan Kube über Schwarzkopfmöwen in Deutschland. Philipp Meister greift das Thema wieder auf und analysiert die Entwicklung auf aktuellem Stand. Die Dynamik von Arealen und regionalen Populationsentwicklungen lässt sich nur dann richtig einschätzen, wenn wir dranbleiben. Auch wenn keine außergewöhnliche Seltenheit mehr, haben Schwarzkopfmöwen auf der Liste interessanter Vogelbeobachtungen nach wie vor hohe Priorität.


weitere Inhalte
Beobachtungstipp:
Thomas Brandt, Cordula Jülch, Kilian Wasmer:
Die Festlandküste des Greifswalder Boddens in
Mecklenburg-Vorpommern

Stefan Bosch:
Graureiher beim Zweigbrechen

Norbert Schäffer:
Pfeilstörche – ein kurioses Kapitel Wissenschaftsgeschichte

Veröffentlichungen:
Die Vögel Niedersachsens und des Landes Bremen herausgegeben von H. Zang, H. Heckenroth und P. Südbeck
Vögel in der Grafschaft Bentheim von P. Knolle, E. Meyer, J.-H. Mülstegen und G. Niehaus

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