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Der Falke Oktober 2007
Schwerpunkte:
  • Brütet wieder in Deutschland:Habichtskauz
  • Guatemala – Brennpunkt der Artenvielfalt
  • Umweltüberwachung mit Wanderfalken
  • In Bewegung geraten: Europas Geier
Habichtskauz
Wolfgang Scherzinger:
Der Habichtskauz kehrt zurück: Wiederansiedlung im Böhmerwald

Der Habichtskauz brütet wieder im Böhmerwald. Wolfgang Scherzinger, der international bekannte Eulenfachmann, war bei einer langfristig angelegten und jetzt wohl als gelungen zu bewertenden Aktion der Wiedereinbürgerung dabei. Sein Bericht erzählt nicht nur von vielen technischen Problemen, die zu lösen waren, sondern vor allem auch davon, dass eingehende Kenntnisse der spezifischen Biologie nötig sind, um Erfolg zu haben.


Nebelwald im IBA Montechristo
Knut Eisermann:
Vogelreichtum in Guatemala: Endemische Arten, IBAs und nachhaltige Bewirtschaftung

Zu den weltweit ermittelten Brennpunkten der Biodiversität zählen viele Gebiete Mittelamerikas. In Knut Eisermanns Vorstellung der Vogelwelt Guatemalas erleben wir einen solchen „Hotspot“ der Vogelvielfalt, den nicht  nur großer Artenreichtum, sondern auch viele Endemismen kennzeichnen. Bemühungen, solche Plätze von Weltbedeutung für das Leben auf der Erde – es geht ja nicht nur um einige schöne Vögel – zu erhalten oder zumindest möglichst viel von ihnen zu retten, fordern konkrete Schutzmaßnahmen, die aber nur vor dem Hintergrund der Kultur der Bewohner Aussicht auf Erfolg haben. Dazu kommt die Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte, die sich allerdings den  Schutzzielen unterordnen oder sich mit ihnen integrieren, also dem Prinzip der Nachhaltigkeit entsprechen müssen. „Das IBA-Programm motiviert hoffentlich die Entwicklung weiterer lokaler Tourismusinitiativen, die wiederum dem Schutz der IBAs zugutekommen“ heißt die Formel am Ende eines enorm inhaltsreichen, farbigen und schließlich auch hoffnungsvollen Berichts.


Wanderfalke
Friedrich Schilling, Daniel Schmidt, Karl Theo von der Trenck:
Wanderfalken – unverzichtbare Warner vor Umweltgiften

Jahrzehnte nach dem aufrüttelnden Buch von Rachel Carson sind die Probleme des „Stummen Frühlings“ noch akut, nämlich Giftrückstände in Geweben lebender Vögel, besonders solchen, in denen durch ihre Ernährung viele Fäden in Nahrungsnetzen zusammen laufen. Zu einem Symbol im Kampf gegen Umweltgifte wurde der Wanderfalke. Wie drei Experten eindrücklich nachweisen, spielen Wanderfalken als Indikatoren von Umweltgiften auch heute noch eine entscheidende Rolle, gerade weil sie gerettet wurden und heute die verschiedensten Lebensräume unserer Nutzlandschaft besiedeln.


weitere Inhalte
Beobachtungstipp:
Thomas Brandt, Cordula Jülch, Kilian Wasmer:
Der Starnberger See in Bayern – Wasservögel im Voralpenraum

Jochen Dierschke:
Ringelgänse und ihre Kleider

Norbert Schäffer im Gesprach mit Wolfgang Fremuth:
Grünes Telefon, EU-Regeln und Geier in Deutschland – Wie geht es den großen europäischen Aasfressern?

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