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Der Falke November 2007
Schwerpunkte:
  • Starenwolken am Schlafplatz
  • Brutvögel der Krim
  • Museum in Hannover
  • Besser den Spatz in der Hand...
Starenschwarm
Claus Häßler & Jens Halbauer:
Vogelwolken über dem Schilf: Beobachten an einem Massenschlafplatz der Stare

Ein Starenschlafplatz als Titelgeschichte wäre noch vor rund zehn Jahren kein besonderer Aufhänger für eine Fachzeitschrift gewesen. Stare wurden lange Zeit als Schädlinge im Obst- und Weinbau heftig verfolgt und vertrieben. Das ist zwar noch nicht ganz vorbei, aber immerhin fliegen etwa im Burgenland keine „Starfighter“ mehr, die Starenschwärme aus den Weingärten aufscheuchten. Stare zählen zu den „Allerweltsvögeln“, die in Europa schon lange keine mehr sind, weil sie stetig abnehmen. Bereits vor der Jahrtausendwende galt dies z.B. für die Brutbestände von Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Skandinavien, Deutschland, Polen und Russland. So sind mittlerweile auch Massenschlafplätze des geselligen Vogels, im vorigen Jahrhundert manchmal auch Attraktionen oder vielfach auch Ärgernisse inmitten von Großstädten, so selten geworden, dass Ansammlungen von bis zu 100000 Vögeln bei uns kaum mehr anzutreffen sind. Claus Häßler und Jens Halbauer schildern in Wort und Bild eindrucksvoll das pulsierende Leben an einem solchen seit vielen Jahren bestehenden Konzentrationspunkt der heimischen Vogelwelt, um dessen Erhaltung sich jetzt unbedingt der amtliche Naturschutz kümmern muss.


Die Krim
Thomas Brandt:
Unbekanntes Osteuropa: Die Krim und ihre Vögel

Die Kenntnis über die Verbreitung von Brutvögeln am Ostrand der Westpaläarktis weist, wie der Europäische Brutvogelatlas zeigt, noch manche großräumige Lücken auf. Thomas Brandt ist den Brutvögeln auf der Halbinsel Krim nachgegangen und hat eine artenreiche Avifauna gefunden. Wir dürfen uns allerdings keine Illusionen darüber machen, dass möglicherweise schon in allernächster Zeit sich die Bodennutzung großräumig ändert und viele Biotope, vor allem der Steppe mit ihren flachen Seen, verloren gehen. Intensive großflächige Bewässerung hat in milden Gebieten im äußersten Südosten Europas und im anschließenden Asien schon gravierende Zerstörungen nach sich gezogen. Für die Küste der Krim könnte eines nicht zu fernen Tages auch der Massentourismus eine unheilvolle Rolle spielen.


Haussperling Weibchen
Philipp Meister:
Besser den Spatz in der Hand...? (Un-)gelöste Kennzeichen von Haus- und Feldsperling

Genauer hinsehen lohnt sich auch für unsere beiden heimischen Sperlingsarten, selbst wenn die Kleider der Feldsperlinge so gut wie nichts über Alter und Geschlecht verraten. Philipp Meister stellt mit seinen informativen Fotos Bilder aus dem Alltag eines Vogelbeobachters vor, die oft gar nicht richtig wahrgenommen werden.


weitere Inhalte
Beobachtungstipp:
Thomas Brandt, Cordula Jülch, Kilian Wasmer:
Die Vogelsberteiche in Hessen: Wat- und Wasservögel am Rande des Vulkans

Marion Wille:
Engagierte Bürger gründen ein Museum: Das Niedersächsische Landesmuseum Hannover
Exkursionsziel in der Umgebung: Die „südlichen Leineauen“

Hans-Joachim Fünfstück:
Buntspecht füttert Steinfliegen

Veröffentlichungen:
Glaubrecht, M.,  A. Kinitz & U. Moldrzyk (Hrsg.): Als das Leben laufen lernte – Evolution in Aktion
Nowald, G. & H. Dirks: Kranichbegegnungen – Kranichwelten
Rolfes, W. & H. Elsner: Unterwegs im Land der Kraniche
Wübbenhorst, J. & J. Prüter: Grundlagen für ein Artenhilfsprogramm „Birkhuhn in Niedersachsen“

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