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Der Falke 07/2009
Schwerpunkte:
  • Satellitentelemetrie
  • Weltreisende Wiesenweihen
  • Warum sind Vögel bunt?
  • Vogelbeobachtung am Gülper See
  • Goldregenpfeifer und Klimawandel

Rotmilan (B.-U. Meyburg)
Bernd-Ulrich Meyburg, Christiane Meyburg:
Wanderung mit Rucksack: Satellitentelemetrie bei Vögeln

Neue Methoden in der Vogelkunde haben schon immer für einen sprunghaften Wissenszuwachs in diesem Bereich geführt. Dies war beispielsweise bei der vor über 100 Jahren eingeführten wissenschaftlichen Beringung von Wildvögeln der Fall. In jüngerer Zeit verhalfen Radiotelemetrie, DNA-Analysen oder Studien mithilfe von Stabilen Isotopen z. B. in Vogelfedern zu einer oftmals vollkommen neuen Einsicht in die Biologie und Ökologie von Vögeln. Heute gehört auch die Satellitentelemetrie zu den fest etablierten Methoden in der Vogelkunde. Mittlerweile wurden unzählige Vogelarten, von Großgreifvögeln und Störchen bis hin zu Steppenkiebitzen, mit Satellitensendern ausgestattet und auf ihren oft interkontinentalen Zugstrecken in Echtzeit verfolgt. Dabei ist kein Name stärker mit der Satellitentelemetrie insbesondere von Greifvögeln verbunden als der von Bernd-Ulrich Meyburg. Im aktuellen Heft beschreibt er uns anhand von zahlreichen Beispielen die vergangenen 25 Jahre Satellitentelemetrie und dass Satellitentelemetrie weit mehr leisten kann, als „lediglich“ die Zugstrecken von Vögeln zu beschreiben.



Wiesenweihe (B. Koks)
Christiane Trierweiler, Klaus-Michael Exo, Jan Komdeur, Franz Bairlein, Leen Smits, Ben J. Koks:
Ein Langstreckenzieher auf der Jagd nach Heuschrecken: Weltreisende Wiesenweihen

Satellitentelemetrie ist eine unverzichtbare Methode auch bei der Erforschung der Gefährdungsursachen für Wiesenweihen. Während Natur- und Vogelschützer oftmals mit sehr großem Aufwand, aber durchaus erfolgreich, die Nester von Wiesenweihen vor Zerstörung bewahren, stehen Schutzbemühungen auf den Zugstrecken und in den afrikanischen Winterquartieren noch in den Anfängen. Durch die Besenderung von Wiesenweihen werden Informa­tionen gesammelt, die für den Schutz der Vögel von unschätzbarem Wert sind.



Blaumeise (M. Höfer)
Friederike Woog:
Die Bedeutung von Farben: Warum sind Vögel bunt?

In den bisherigen zwei Artikeln zum Thema „Vögel und Farben“ haben wir gesehen, dass Vögel durch eine Fülle verschiedener Farbpigmente und Strukturfarben bunt werden und die meisten Arten über ein ausgezeichnetes Farbsehvermögen verfügen, bis hinein in den ultravioletten Bereich. Der dritte und letzte Beitrag von Friederike Woog ist der Frage gewidmet, welche Bedeutung Farben für Vögel haben.


weitere Inhalte
Beobachtungstipp:
Thomas Brandt, Christoph Moning, Christian Wagner:
Der Gülper See in Brandenburg: Bekanntes Brut- und Rastgebiet im Havelland

Matthias Bösl, Werner Kutz:
Steinkauzröhren auf Strom-Gittermasten

Gerhard Vögele:
Sonnenbaden eines jungen Rotkehlchens

Markus Nipkow, Andreas von Lindeiner:
Die ersten Ergebnisse: „Stunde der Gartenvögel“ 2009

Anita Schäffer:
Großtrappen-Nachwuchs in England

Anita Schäffer:
Goldregenpfeifer, Schnaken und Klimawandel

Veröffentlichungen:
Ruge, K. & C. Preuß: Kinder lernen Vögel kennen – Ein Arbeitsbuch mit Steckbriefen, Zeichnungen, Bildkarten und Vogelstimmen-CD
Springer, K. B. & R. K. Kinzelbach: Das Vogelbuch von Conrad Gessner (1516–1565)

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