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Schwerpunktheft
Vogelwelt der Alpen: Kärnten
Wie in jedem Jahr treffen sich Vogelkundler aus dem gesamten deutschsprachigen Raum Anfang Oktober zur Jahrestagung der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (DO-G). Auf Einladung von BirdLife Kärnten und des Naturwissenschaftlichen Vereins für Kärnten findet die diesjährige Versammlung in Pörtschach am Wörthersee statt. Wir nehmen diese Veranstaltung zum Anlass, uns in mehreren Beiträgen etwas genauer mit der Vogelwelt der Alpen, besonders der Kärntens, zu beschäftigen.

Der Falke 09/2009
Schwerpunkte:
  • Mornellregenpfeifer
  • Greifvogelzug über Kärnten
  • Forschungsgeschichte der alpinen Vogelwelt
  • Rotsterniges Blaukehlchen

Mornellregenpfeifer (E. Albegger)
Werner Petutschnig, Ernst Albegger:
Ein Kärntner Brutvogel: Der Mornellregenpfeifer

Eine Art der „Raritätenliste“ Österreichs ist der Mornellregenpfeifer. Er gehört zu den ursprünglichen Brutvögeln Kärntens. Der extrem kleine Brutbestand der Alpen wird als eiszeitliches Reliktvorkommen angesehen. Da sich ein wesentlicher Teil der „Restpopulation“ im südlichsten Bundesland Österreichs befindet, stellen uns Werner Petutschnig und Ernst Albegger diesen bemerkenswerten Kärntner Brutvogel näher vor.



Serber (O. Samwald)
Remo Probst:
Der Greifvogelzug über Kärnten

Einige Greifvogelarten, wie der Steinadler, der Bartgeier oder übersommernde Gänsegeier, sind in Mitteleuropa vor allem in den Alpen zu finden. Für die meisten Greifvogelarten ist das Gebirge aber ein Durchzugsgebiet, wobei es aufgrund der Topographie der Alpen sowohl zu Barrierewirkungen als auch zu Massierungen kommt. An manchen Stellen ist die Kanalisierung so stark, dass diese schon fast an die berühmten Greifvogelzugspunkte an den Meeresengen erinnert.



Rotsterniges Blaukehlchen (B. Huber)
Gerald Malle, Remo Probst:
Bestand und Schutz: Das Rotsternige Blaukehlchen in Kärnten

In Europa brüten etwa 4,5 bis 7,8 Millionen Blaukehlchen. Mehr als 90 % von ihnen sind der rotsternigen Nominatform (Luscinia svecica svecica) zuzurechnen, deren Hauptverbreitungsgebiet in Russland liegt. Die davon getrennten, inselartig zerstreuten Brutgebiete des Rotsternigen Blaukehlchens in den Alpen und im Karpatenbogen sind mit ungefähr 65 bis 100 Brutpaaren winzig, doch für Mitteleuropa besonders interessant. Da die Vorkommen schwierig zu erfassen sind, könnte der mitteleuropäische Bestand sogar etwas höher sein.


weitere Inhalte
Beobachtungstipp:
Siegfried Wagner, Raimund K. Buschenreiter:
Der Dobratsch in Kärnten: Ein überregional bedeutendes Brut- und Rastgebiet

Remo Probst:
Vogelkunde in Kärnten

Werner Sturm:
Vogelkunde auf Kärtnerisch

Josef Feldner:
Die Forschungsgeschichte der alpinen Vogelwelt – Der Vogel mit den hasenartigen Füßen: das Alpenschneehuhn

Werner Sturm:
Naturerlebnis Kärnten

Rätselfoto und Auflösung:
Werner Sturm:
Alpen-Drossel

Werner Sturm:
Publikationen über die Natur Kärntens

Veröffentlichungen:
Hayman, P. & R. Hume: Vögel
Künkele, G.: Naturerbe Biosphärengebiet Schwäbische Alb - Streifzüge durch eine außergewöhnliche Landschaft
Mahlke, D.: Fischadler

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