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| Wappenvogel VSO: Sperlingskauz (Foto: J. Halbauer) |
Dirk Tolkmitt, Till Töpfer, Hartmut Meyer, Jens Börner: Bewahrung im Neuanfang: Der Verein Sächsischer Ornithologen ist 20 Jahre alt
Was haben Heinrich Dathe, Ernst Mayr, Günther Niethammer, Helmut Sick, Erwin Stresemann und Hugo Weigold gemeinsam? Sie alle eroberten nach ihrer Jugendzeit in Sachsen die Welt und brachten es weit über ihre Heimat hinaus zu Ruhm. Aber auch viele von denen, die ihr treu blieben, haben es in der Ornithologie zu etwas gebracht: Gerhard Creutz, Richard Heyder, Wolfgang Makatsch, Robert März, Otto Uttendörfer oder Rudolf Zimmermann z.B., um nur einige zu nennen. Für sie alle spielte der Verein sächsischer Ornithologen (VsO) als erster Anlaufpunkt ihrer Karrieren oder langjähriger Begleiter eine gewichtige Rolle. Wenn in diesen Tagen der Verein Sächsischer Ornithologen (VSO – man beachte die Unterschiede in Groß- und Kleinschreibung!) seinen zwanzigsten Geburtstag feiert, so zeigen sich hierin exemplarisch die politischen Brüche des 20. Jahrhunderts, die zwar eine formale Kontinuität von Vereinen verhinderten, der inhaltlichen Tradition aber nichts anhaben konnten. Und so präsentiert sich heute ein Verein mit großer (Vor-) Geschichte ganz aktuell.
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| Townsendwaldsänger (Foto: K. Eisermann) |
Knut Eisermann: Citizen Science: Bestandserfassungen in Guatemala
Citizen Science, die Bürgerbeteiligung bei wissenschaftlichen Studien, ist ein Fundament der Avifaunistik in Europa. Projekte wie der Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) wären ohne die Beteiligung von Hunderten von Hobbyornithologen nicht denkbar. Aus Mangel an Freizeitvogelbeobachtern sind solche Projekte in Entwicklungsländern wie Guatemala derzeitig nicht durchführbar. Knut Eisermann ist Datenbearbeiter von drei Christmas Bird Counts in Guatemala und leitet ein Programm zum Monitoring von Vogelpopulationen in verschiedenen Regenwaldgebieten unter der Mitarbeit von Maya Q‘eqchi‘- und Maya Kaqchikel-Bauern. Durch diese Initiativen werden nicht nur ornithologische Informationen gewonnen, sondern auch neue Vogelbeobachter rekrutiert.
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| Großtrappen (Foto: Förderverein Großtrappenschutz) |
Henrik Watzke, Stefan Fischer: Auf der Suche nach russischen Großtrappen in der Ukraine
Im Gebiet der mittleren Wolga, im südrussischen Gouvernement Saratow, lebt der nach Spanien zweitgrößte Großtrappenbestand innerhalb des inzwischen recht zersplitterten eurasischen Verbreitungsgebietes. Der Bestand wird dort aktuell auf 8000 bis 11000 Vögel geschätzt. Geringer Bruterfolg und offensichtlich erhebliche Verluste im ukrainischen Überwinterungsgebiet erfordern regelmäßige Zählungen des Bestandes, um zu prüfen, ob der Erhaltungszustand der global bedrohten Art gesichert ist, und um Empfehlungen für einen verbesserten Schutz geben zu können. Der in Brandenburg und Sachsen-Anhalt aktive Förderverein Großtrappenschutz e.V. engagiert sich bereits seit vielen Jahren auch im internationalen Großtrappenschutz. Im Januar und Februar 2010 unterstützten Mitglieder des Vereins eine großflächige Zählung überwinternder Großtrappen im Süden der Ukraine.
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