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Der Falke 06/2010 |
| Schwerpunkte: |
- Schreiadler im Winterquartier
- Mönchsgrasmücken: Evolution ganz nah
- Weltmeisterschaft im Land der Vielfalt
- 2010-Ziel verfehlt!
- Birdrace 2010
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| Schreiadler (Foto: B.-U. Meyburg) |
Bernd-Ulrich Meyburg, Joachim Martens, Christine Meyburg: Überwinterungsökologie: Schreiadler und Blutschnabelweber
Entscheidend für das Überleben des in Deutschland vom Aussterben bedrohten Schreiadlers sind nicht nur die Bedingungen im Brut-, sondern auch in den Durchzugs- und Überwinterungsgebieten, über die vor einigen Jahren jedoch kaum Daten und Beobachtungen gesammelt wurden. Seit 1992 werden im Rahmen eines Langzeitprojektes der Weltarbeitsgruppe Greifvögel e.V. 88 Schreiadler mit Satelliten-Sendern markiert, um das Zugverhalten und die Überwinterung zu untersuchen. Parallel dazu beobachteten Vogelkundler u.a. das Überwinterungsverhalten, die ökologischen Bedingungen sowie die Ernährung der Schreiadler in verschiedenen Ländern seines Überwinterungsgebietes, hauptsächlich in Südafrika, Namibia und Sambia.
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| Mönchsgrasmücke (Foto: M. Höfer) |
H. Martin Schaefer, Gernot Segelbacher:
Mönchsgrasmücken: Evolution vor der Haustür
Seit jeher sind Menschen vom Vogelzug fasziniert. Schon früh
beobachteten und notierten Ägypter und Griechen (z.B. Aristoteles,
Hesiod und Homer) das Auftauchen von Zugvögeln. Milliarden Individuen –
vom Zilpzalp bis zum Weißstorch – pendeln jährlich zwischen ihren Brut-
und Überwinterungsgebieten. Die Faszination des Vogelzugs beruht jedoch
sicher nicht nur auf der enormen Masse von Zugvögeln. Es ist ebenso die
beeindruckende physiologische Leistung, Zehntausende von Kilometern
zurückzulegen und mittels eines hoch entwickelten Orientierungssinns
Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiete über Hunderte und Tausende von
Kilometern zu finden. Der Vogelzug ist aber auch deshalb faszinierend,
weil er eines der besten Beispiele dafür liefert, wie sich Tiere
innerhalb von wenigen Jahrzehnten an ihre sich ändernde Umwelt anpassen
können – sozusagen Evolution zum Zuschauen.
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| Helmperlhuhn (Foto: S. Stübing) |
Stefan Stübing, Nicoletta Stübing: Südafrika: Weltmeisterschaft im Land der Vielfalt
Gebannt schaut die Welt in diesen Tagen nach Südafrika, wo ab dem 11. Juni die 19. Fußball-Weltmeisterschaft stattfindet. Wenngleich dabei selbstverständlich oft die Frage nach den Siegern, einer reibungslosen Organisation oder der Sicherheitslage im Vordergrund stehen, ist man als Naturbeobachter auch an Informationen zu Lebensräumen und Arten interessiert. Dabei überrascht Südafrika nicht nur im Jahr der Biodiversität mit einer außerordentlichen Artenvielfalt. Mit Blick auf die Weltmeisterschaft wollen wir daher einige typische Lebensräume und ihre Vogelarten überblicksartig vorstellen.
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| weitere Inhalte |
Beobachtungstipp: Christopher König, Christoph Moning, Christian Wagner, Felix Weiß: Die Wahner Heide in Nordrhein-Westfalen – Artenreiche Heidelandschaft vor den Toren Kölns
Anita Schäffer: Wehmütiger Gesang und gemischte Schwärme: Goldammern
Johannes Wahl, Karsten Berlin, Andreas Leistikow: Birdrace 2010 – Artenvielfalt als sportliche Herausforderung
Anita Schäffer: 2010-Ziel verfehlt – und nun?
Tolga Temuge: Zugvogeljagd auf Malta
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Aktuelle Ausgabe
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| Februar 2012 |
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