Der Falke 7/2015

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Schwerpunkte
  • Windkraft und Vogelschutz
  • Georgien: Eine Million Greifvögel
  • Europäisches Highligt: Trondheimsfjord in Norwegen

Windenergieanlagen im Wald (Foto: M. Dietz)

Windenergieanlagen im Wald (Foto: M. Dietz)

Klaus Richarz:
Neue Risiken für Vögel, Fledermäuse und andere Tierarten?! Windenergieanlagen über Wald

Im November 2014 wurde ein von der Deutschen Wildtierstiftung in Auftrag gegebener Statusreport zum Gefährdungspotenzial windkraftsensibler waldgebundener Arten aus den Risikogruppen Vögel/Fledermäuse zusammen mit der Konfliktvermeidung bei Bau und Betrieb von Windenergieanlagen (WEA) über Wald vorgestellt. Daraus werden Forderungen nach einer bundeseinheitlichen Umsetzung sowie Untersuchungen zur Klärung noch offener Fragen abgeleitet. Wesentliche Inhalte dieses Statusreports zu „Windkraft über Wald“ werden hier in Kurzform vorgestellt.


Doppelschnepfe (Foto: H. Liebel)

Doppelschnepfe (Foto: H. Liebel)

Heiko Liebel:
Wo sich Wasser und Land begegnen: Trondheimsfjord in Mittelnorwegen

Wasser bestimmt die reiche Vogelwelt am Trondheimsfjord. Wo Wasser allgegenwärtig ist, sind auch Vögel überall. Niederschlagsgespeiste Moore in den Gebirgen, Flüsse mit Ästuaren und Deltas, der Fjord an sich und die vorgelagerten Inseln im Nordmeer: All diese Lebensräume sind vom Wasser im Überfluss bestimmt und ermöglichen einen ganz besonderen Vogelreichtum. Brut- und Rastgebiete nordischer Arten wie Doppelschnepfe, Sperbereule, Unglückshäher, Sterntaucher und viele mehr finden sich in einer von Vogelbeobachtern bislang wenig beachteten Gegend um Trondheim in Mittelnorwegen.


Steppenadler (Foto: J. Lontkowski)

Steppenadler (Foto: J. Lontkowski)

Jasper Wehrmann, Johannes Jansen, Wouter Vansteelant:
Das kaukasische Mysterium: Eine Million Greifvögel in Batumi

Am Schwarzen Meer, in der ehemaligen Sowjetrepublik Georgien, vollzieht sich alljährlich im Herbst ein Riesenspektakel. 2014 wurden erstmalig und dazu noch im dritten Jahr in Folge über 1000000 Greife auf ihrem Herbstzug gezählt – eine fantastische Artenvielfalt mit gigantischem Ausmaß und umwerfendem Ausblick auf das Küsten- und Bergpanorama des Kaukasus. Doch heißt es auch „Feuer frei“ für den illegalen Abschuss, damit die Spitze der Nahrungskette auf dem runden Esstisch der lokalen Bevölkerung landet. Nach siebenjähriger Erforschung des Zugtrichters können wir das Mysterium näher beleuchten und stellen uns der Frage, was dem illegalen Abschuss entgegengebracht werden kann.

Weitere Inhalte
  • Christian Wagner, Christopher König, Christoph Moning, Felix Weiß: Der Salzige See in Sachsen-Anhalt – artenreiche Kulturlandschaft in einem ehemaligen Seebecken
  • Anita Schäffer: Staubbäder und Synchronschlupf: Wachtel
  • Thomas Krumenacker: Abstandsempfehlungen der Vogelschutzwarten: Neue Leitplanken im Konflikt zwischen Windkraft und Vogelschutz
  • Thomas Krumenacker: Rote Liste der europäischen Vogelarten: Wenig Licht, viel Schatten
Veröffentlichungen
  • Dittberner, W.: Die Vogelwelt des Nationalparks Unteres Odertal
  • Stock, W. & P. de Vries: Wattenmeer
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