Unser aktuelles Heft:

Der Falke 5/2022

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Schwerpunkte
  • Mitmachprojekt: Morgenkonzert der Vögel
  • Neuentdeckung in Gambia: Sumpfbuschsänger
  • Gast aus Amerika: Die Schneegans

Lisa Gill, Angelika Nelson, Sebastian Amler:
Akustisches Biomonitoring: Dawn Chorus – ein besonderes Mitmachprojekt zum Morgenkonzert der Vögel

Die Erde befindet sich in einer Biodiversitätskrise gewaltigen Ausmaßes, die heute als das 6. Massensterben der Erdgeschichte bezeichnet wird. Vögel sind davon in besonderem Maße betroffen: So gilt derzeit jede fünfte Vogelart Europas als vom Aussterben bedroht. Das Projekt „Dawn Chorus“ von BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern geht gemeinsam mit dem LBV neue Wege und versucht das Verschwinden, aber auch die Schönheit der Vögel für jedermann hör- und sichtbar zu machen. Die im Projekt gesammelten Daten sollen dann Grundlagen für Wissenschaft und Naturschutz legen, um dem Artenschwund entgegenzuwirken.

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Sumpfbuschsänger (Foto: J. Hering)

Jens Hering, Hans-Jürgen Eilts, Michael Wink:
Überraschung in Westafrika: Übersehene Population des Sumpfbuschsängers

Die Vogelwelt des kleinen westafrikanischen Landes Gambia gilt als gut untersucht. Das ist vor allem auf eine lange Entdeckungsgeschichte und die für afrikanische Verhältnisse relativ gut zugänglichen Orte mit verschiedensten Habitaten zurückzuführen. So überrascht es kaum, dass bisher nicht weniger als 550 Vogelarten nachgewiesen wurden. Gambia gilt heute als ein erstklassiges Ziel für Vogelbeobachter aus aller Welt, wobei geschulte Birdguides eine lange Artenliste mit Brut- und Rastvögeln garantieren. Es verwundert daher sehr, dass erst 2019 ein kleiner Singvogel entdeckt werden konnte, der im zentralen Landesteil durchaus häufig vorkommt und mit lautem Gesang auf sich aufmerksam macht.

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Schneegans (Foto: H.-H. Bergmann)

Hans-Heiner Bergmann:
Gast aus Amerika: Die Schneegans

„Schneegänse!“ – so rufen oft die Leute, wenn sie bei uns einen Keil von großen Vögeln am Himmel fliegen sehen, und sie verbinden damit eine Wettervorhersage. Besonders im Herbst vermuten sie, dass ein strenger Winter bevorsteht. Meist handelt es sich bei den wandernden Formationen allerdings um ziehende Kraniche, die im Herbst in südwestlicher Richtung, im Frühjahr nordostwärts unterwegs sind. Die Vögel sagen zwar kein Wetter vorher, sie fliegen jedoch am liebsten mit Rückenwind: im Frühjahr mit Westwind, im Herbst mit Ostwind. Mit Gänsen stimmen die Kraniche in der Flugweise überein, denn sie fliegen bei Wanderungen oder längeren Flügen zwischen Schlaf- und Weideplatz ebenfalls in Keilformation, wie viele andere größere Vögel, zum Beispiel Enten, Reiher, ja sogar Brachvögel und Goldregenpfeifer. Wirklich Schneegänse zu sehen, ist in Mitteleuropa ein höchst ungewöhnliches Vergnügen.

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Weitere Inhalte
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Veröffentlichungen
  • Kirkconell, A., P.E. Bradley & Y.-J. Rey-Millet: Birds of Cuba. A Photographic Guide
  • Traxler, B. & A. Dee: Vom Stieglitz, dem Zeiserl, dem Plattl und dem Fink. Wie der Vogelgesang in die gute Stube kam
  • Westphal, U.: Vogelstimmen in Wald und Hecke. Vögel, Bäume, Sträucher – entdecken und verstehen
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