Unser aktuelles Heft:

Der Falke 9/2020

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Schwerpunkte
  • Artenschutzprogramm: Wiesenweihe in Bayern
  • Grünes Herz Europas: Nationalpark Šumava
  • Wissenswertes: Wie hoch fliegen Vögel?
  • Zu Besuch: Die Rotdrossel

Böhmerwald (Foto: L. Niederwimmer)

Aleš Vondrka:
Im Grünen Herz Europas: Die Vogelwelt der tschechischen Šumava

Der Böhmerwald ist eine etwa 120 km lange Bergkette zwischen den Pässen Všerubský (Neumarker Pass) und Vyšebrodský (Hohenfurther Sattel) im Südwesten der Tschechischen Republik im Dreiländereck Tschechische Republik, Deutschland und Österreich. Auf Tschechisch heißt das Gebirge Šumava, die Rauschende. Zusammen mit dem deutschen Teil, dem Hinteren Bayerischen Wald, und dem österreichischen Böhmerwald im Mühlviertel wird das Gebiet das Grüne Herz Europas genannt und ist geprägt von Wald. Ein kurzer Ausflug zu den gefiederten Bewohnern des tschechischen Böhmerwaldes und seines Vorgebirges über die Grenzen des Nationalparks Šumava hinaus hat einiges zu bieten.

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Wiesenweihe (Foto: S. Deinzer)

Christoph Saile, Julia Ott, Uli Lanz:
Artenschützer und Landwirte Hand in Hand: 20 Jahre Artenhilfsprogramm Wiesenweihe in Bayern

Wie erfolgreich Artenschutz sein kann, wenn verschiedene Akteure mit Herzblut bei der Sache sind und ein Ziel gemeinsam verfolgen, zeigt ein Artenhilfsprogramm für die Wiesenweihe in Bayern. Der zierliche Greifvogel geriet in den 1970er und 1980er Jahren vielerorts in Deutschland durch den Verlust seines primären Lebensraums im Feuchtgrünland auf den berühmten absteigenden Ast – auch in Bayern: Zu Beginn der 1990er Jahre war die Wiesenweihe dort fast ausgestorben. Als 1994 zwei erste Getreidebruten in Franken entdeckt wurden, begannen Ehrenamtliche des Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. sofort, die Nester zu schützen. Was aus ihren Bemühungen erwachsen ist, hätten sich die Wiesenweihenschützer der ersten Stunden sicher nicht erträumen lassen: Ausgehend von diesen zwei ersten Bruten im neuen sekundären Lebensraum in der Agrarlandschaft ist der Bestand der Wiesenweihe in Bayern mittlerweile auf über 200 Brutpaare gewachsen. Das ist ein stolzer Erfolg der – über die Jahre – hunderten Freiwilligen, die ihre Freizeit für den Wiesenweihenschutz geopfert haben, aber auch der Landwirtinnen und Landwirte, ohne deren Beteiligung die Schutzmaßnahmen chancenlos wären.

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Hans-Heiner Bergmann:
Höher als wir sie sehen können: Wie hoch fliegen die Vögel

Wenn an einem warmen Sommertag die Schwalben und Mauersegler aufsteigen, kann es leicht sein, dass wir sie in der Höhe kaum mehr im Auge behalten können. Selbst ein Rotmilan – um ein Vielfaches größer als ein Segler – kann in der aufsteigenden Luft eine Höhe erreichen, in der wir ihn mit bloßem Auge nur noch mühsam verfolgen können, besonders wenn er von unten in eine Schönwetterwolke eintaucht. Wandernde Vogeltrupps im Herbst und Frühjahr fliegen dagegen häufig vor unseren Augen in Höhen von wenigen Dutzenden oder Hunderten von Metern vorbei. Viele derartige Phänomene des Vogelzugs spielen sich mehr oder weniger sichtbar vor unseren Augen ab. Da fragt man sich: Ist das wirklich alles? Können Vögel auch höher fliegen, als wir sie sehen? Finden über den Wolken Flüge oder sogar Wanderungen statt – außerhalb unserer Wahrnehmung?

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Veröffentlichungen
  • Gregory, P. & R. Allen: Birds of Paradise and Bowerbirds
  • Roebers, G.-J.: Vögel. Entdecken – Verstehen – Mitmachen
  • Schwägerl, C. (Hrsg.): Die Flugbegleiter
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