Der Falke 6/2026

Schwerpunkte

  • Erfolgreiches Stiftungsprojekt: Die Schimmels Teiche in Sachsen
  • Fotogalerie: Blau ist Trumpf
  • Vogelzug: Weißstörche im Senegal
  • Beobachtungstipp: Das Bremer Blockland
  • Zwischen Strömung und Stein: Das Leben der Wasseramsel

Schimmels Teiche. (Foto: Stiftung Pro Artenvielfalt/A. Kretschel)

Jens Hering, Roland Tischbier:
Ehemals Karpfenzucht, heute Vogelschutz: Schimmels Teiche in Händen der Stiftung Pro Artenvielfalt

Eine ehemalige Karpfenzuchtanlage in Südwestsachsen bewegt die Gemüter. Die in dieser Region weithin bekannten Schimmels Teiche verändern ihr Gesicht. Über 100 Jahre lang wurden hier im Erzgebirgsvorland mehr oder weniger intensiv Nutzfische gezüchtet. Nun ist diese Ära zu Ende gegangen. Die Produktion wurde eingestellt und fortan steht der Artenschutz im Mittelpunkt. Trotz fischereiwirtschaftlicher Nutzung waren diese Teiche durch ihren Wasservogelreichtum stets im Fokus der Ornithologen. Nirgendwo in Sachsen tummelten sich mehr Küken der Reiherente auf so engem Raum. Ganz aktuell hat sich das Bild jedoch gewandelt. Die Fischzucht wurde aufgegeben, aber Dank der Stiftung Pro Artenvielfalt bleibt diese Teichlandschaft erhalten. Sichler, Thorshühnchen und Graubrust-Strandläufer lassen eindrucksvoll die Attraktivität für Wasservögel an diesem Ort in einem der dichtest besiedelten Landkreise Deutschlands erkennen.

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Weißstörche auf Baobab-Baum. (Foto: Iris Scholz)

Elaine Scholz:
Weißstörche: Überwinterung im Senegal

Wenn im Spätsommer die Nester auf deutschen Kirchtürmen und Strommasten leer werden, beginnt für die deutschen Weißstörche eine lange Reise über Kontinente hinweg bis nach Westafrika. Eines der am wenigsten erforschten Überwinterungsgebiete ist der Senegal. Was erwartet die Störche dort und warum nimmt jedes Jahr aufs Neue ein Teil der westziehenden Population diese lange Reise auf sich?

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Wasseramsel mit Köcherfliege. (Foto: Daniel Brockner)

Daniel Brockner:
Leben zwischen Strömung und Stein: Die Wasseramsel

Unter den Vögeln Europas nimmt die Wasseramsel eine Sonderstellung ein, wie sie kaum deutlicher sein könnte. Während die überwältigende Mehrheit der Singvögel ihre ökologische Nische in Bäumen, Sträuchern, Wiesen oder am Boden gefunden hat, ist diese Art konsequent an einen Lebensraum gebunden, der für Vögel denkbar unwirtlich erscheint: schnell fließende, kalte Gewässer. Sie lebt nicht nur am, sondern im Element, und ihre Existenz ist untrennbar mit dessen Qualität verbunden. Wo Bäche klar, sauerstoffreich und ökologisch intakt sind, dort findet sich der Vogel häufig. Wo Flüsse verbaut, verschmutzt oder reguliert sind, verschwindet die Wasseramsel oft als eine der ersten Arten. Damit ist sie weit mehr als ein bemerkenswerter Vertreter der Avifauna, sondern fungiert als zuverlässiger Indikator für den Zustand unserer Fließgewässer.

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Weitere Inhalte

  • Wilhelm Irsch: Träume vom Fliegen und ein nächtliches Gesangstalent: Wie Vögel schlafen Artikel kaufen
  • Till Jonas Linke, Christopher König: Weitläufige Niederungslandschaft in der alten Wümmeaue: Das Bremer Blockland Artikel kaufen
  • Fotogalerie: Blaue Schönheiten Artikel kaufen
  • Hans-Valentin Bastian, Anita Bastian: Gebremstes Populationswachstum und regionale Unterschiede: Bienenfresser in Deutschland Artikel kaufen

Veröffentlichungen

  • Lantermann, L.: Tukane und Arassaris – Biologie, Ökologie, Verhalten
  • Robiller, C. & C. Unger: Im Donaudelta und in den Steppen der Dobrudscha

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