Schwerpunkte
- Hautnah dabei: Am Brutplatz des Turmfalken
- Makeup für die Federn: Die Bürzeldrüse der Vögel
- Im Norden angekommen: Der Wiedehopf in Niedersachsen
- Bestände im Aufwind: Die Geier Spaniens

Maren Elisa Hartmann, Thomas Brandt & Thorsten Krüger:
Im Norden angekommen: Wiedehopfe in Niedersachsen
Wiedehopfe verband man bislang in Deutschland eher mit den südlichen und östlichen Landesteilen, also dort, wo es im Sommer wärmer ist als anderswo. In den letzten Jahren hat sich die charismatische Vogelart hierzulande jedoch ausgebreitet und dabei verlorenes Areal wiederbesiedelt. Der Norden Deutschlands, so auch Niedersachsen, ist mittlerweile erreicht. Nachdem in unserem zweitgrößten Bundesland nach mehrjähriger Abwesenheit 2008 erstmals wieder eine Wiedehopfbrut nachgewiesen wurde, nahm der Bestand der Art – in Ornithologenkreisen fast unbemerkt – langsam, aber stetig zu. Im Jahr 2024 wurden schließlich im Rahmen einer landesweiten, von der Niedersächsischen Ornithologischen Vereinigung (NOV) und der Staatlichen Vogelschutzwarte Niedersachsen initiierten Kartierung Wiedehopfe von Beobachtern gesucht und – sogar unerwartet häufig – auch gefunden.

Markus Jais:
Bestände überwiegend im Aufwind: Die Geier Spaniens
In der FALKE-Ausgabe 04/2024 haben wir über die Bedeutung Spaniens für den Schutz von Adlerarten in Europa berichtet. Hier geht es nun um die in Europa vorkommenden vier Geierarten, die alle in Spanien die höchsten Bestände auf dem gesamten Kontinent haben. Und falls mit dem Sperbergeier vielleicht eine fünfte Art nach Europa als Brutvogel kommt, dann wird das wahrscheinlich auch in Spanien passieren. Eine weiträumig geringe Bevölkerungsdichte und eine oft noch sehr extensive Landbewirtschaftung, z.B. in Form der Dehesas, aber auch zahlreiche Schutzmaßnahmen haben es den Geiern ermöglicht, in Spanien zu überleben und wie im Falle des Gänsegeiers sogar zu den lokal häufigen Vogelarten zu zählen. Trotz vieler Rückschläge durch illegale Vergiftungen, Stromschlag oder Kollisionen mit Windkraftanlagen, geht es den Geiern in Spanien heute besser als vor noch einigen Jahrzehnten (der Schmutzgeier ist hier allerdings leider eine Ausnahme).

Andreas Schüring
Hautnah dabei: Am Brutplatz des Turmfalken
Es ist wohl keine Übertreibung, den Turmfalken als charismatischen Allerweltsvogel zu bezeichnen. Im Rahmen des Projektes „Lebensraum Kirchturm“ des NABU und des LBV installierte ich in meiner Heimatkirche St. Sixtus in Werlte (Emsland) einen Turmfalkenkasten, der viel Platz für die Vögel und eine genügende Vorlaufstrecke für eine Kamera umfasst. Bis heute wurden es fünf Brutperioden, die von der Balz bis hin zum Ausfliegen des Nachwuchses dokumentiert werden konnten.
Weitere Inhalte
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