Der Falke 10/2021

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Schwerpunkte
  • Die gefahrvolle Reise der Zugvögel
  • Was macht der Vogel ohne Hand? Vogelflügel
  • Beobachtungstipp: Moorhauser Polder

Knutts und Pfuhlschnepfen (Foto: Ding Li Yong)

Thomas Krumenacker:
Ostasiatischer Zugweg:Das bedrohte Vogelzugsystem

Es ist der diverseste Zugweg für Vogelarten auf dem Planeten. Und doch ist über den Ostasiatischen Zugweg immer noch vergleichsweise wenig bekannt. Das Fehlen selbst einiger grundlegender Informationen zu Beständen, Populationstrends, Ökologie und der Bedeutung einzelner Gefährdungsursachen erschwert auch den Schutz der hier ziehenden Vogelarten. Dieser ist gleichzeitig besonders wichtig, denn nirgends ziehen so viele bedrohte Arten wie entlang dieser Zugroute. Neue Untersuchungen internationaler Teams aus Vogelschützern und Wissenschaftlern fassen den aktuellen Kenntnisstand zusammen und geben Hinweise auf Prioritäten zum Schutz der hier ziehenden Vogelarten.

Im Gespräch mit mit Eduardo Gallo-Cajiao:
Vogeljagd auf dem EAAF-Zugweg: „Die Auswirkungen der Jagd wurden unterschätzt“

Der Rückgang der Populationen ziehender Küstenvögel entlang des Ostasiatischen-Australischen Zugwegs (East Asian-Australasian Flyway, EAAF) wurde über lange Zeit weitgehend auf den Verlust von Lebensraum zurückgeführt. Obwohl auch die Verfolgung durch Menschen als eine potenzielle Gefährdung angesehen wurde, fehlten über lange Zeit belastbare wissenschaftliche Studien. Ein Team um den Biologen Eduardo Gallo-Cajiao von der University of Queensland in Australien fasste in der bislang umfassendsten Untersuchung den Wissensstand über die Jagd auf wandernde Küstenvögel entlang des Ostasiatisch-Australischen Zugwegs zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass das Ausmaß der Jagd größer als angenommen ist und ihre Bedeutung für den Rückgang der Populationen bislang unterschätzt wurde. Thomas Krumenacker sprach mit Eduardo Gallo-Cajiao.

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Kormoran (Foto: H.-H. Bergmann)

Hans-Heiner Bergmann:
Was macht der Vogel ohne Hand? Funktionen von Vogelflügeln

Der Flügel ist das umgewandelte Vorderbein des Vogels. Im Knochenbau besteht er wie jede Vorderextremität eines höheren Wirbeltiers aus einem Oberarmknochen, einem zweiteiligen Unterarm und einer ursprünglich fünfstrahligen Hand. Er ist jedoch durch Umkonstruktion und Ausstattung mit Federn für das Fliegen spezialisiert. Sind damit dem Vogel alle Funktionen von Hand und Arm verloren gegangen? Der Vogel als „manuelles Mängelwesen“? Falls das zutrifft, hat er dann die Möglichkeit, sich mit anderen Organen zu behelfen?

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Bruchwasserläufer (Foto: J. Sohler)

Felix Weiß, Christopher König, Christoph Moning:
Seltene Gäste aus Island: Der Moorhauser Polder in Niedersachsen

In der Hunteniederung östlich der Universitätsstadt Oldenburg liegen mit dem Moorhauser Polder und den Bornhorster Wiesen zwei Refugien für wiesenbrütende Limikolen wie Große Brachvögel und Uferschnepfen. Wenn im Frühjahr die Wiesen flach überschwemmt sind, finden sich zudem zahlreiche rastende Enten und Limikolen ein und auch im Winter bieten Tausende arktische Gänse abwechslungsreiche Beobachtungsmöglichkeiten.

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Weitere Inhalte
  • Anita Schäffer: Rasant und selten: Felsenschwalbe Artikel kaufen.
  • Peter Südbeck, Rune Michaelis: Gambia – Partnerland der 13. Zugvogeltage: Wattenmeervögel in Westafrika treffen auf Schildturako Artikel kaufen.
  • Anita Schäffer: Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet: Gemeinsame Zugvogelbeobachtung beim EuroBirdwatch21 Artikel kaufen.
Veröffentlichungen
  • Haas, D.: Die Vogelwelt am Bodensee. Ein Kompendium
  • Schmidt, C.: Die Kraniche der Welt
  • Verein Jordsand (Hrsg.): Die Weißwangengans. Sonderheft Zeitschrift Seevögel
  • Wandkalender 2022
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