Der Falke 2/2020

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Schwerpunkte
  • Zwischen Atlantik und Wüste: Vögel in Marokko
  • Gefahr für Zugvögel: Tödliche Oliven
  • Adler, Rabe Gänse: Heilige mit Vogel
  • Vom Klimawandel begünstigt? Wiedehopfe

Diademrotschwanz (Foto: H.-J. Fünfstück)

Hans-Joachim Fünfstück:
Lebensräume zwischen Atlantik und Wüste: Vögel in Marokko

Marokko ist in der Westpaläarktis bei Vogelbeobachtern sowie Zugvogelforschern gleichermaßen „beliebt“. Nur durch die Straße von Gibraltar von Europa getrennt, grenzt es im Westen an den Atlantik, Marokkos Südgrenze ist wegen der unklaren Zugehörigkeit der Westsahara international umstritten. Bis 2019 wurden 499 verschiedene Vogelarten in Marokko nachgewiesen. 224 davon, also knapp die Hälfte, gelten als regelmäßige und unregelmäßige Brutvögel.

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Olivenbäume in Spanien (Foto: pixabay)

Thomas Krumenacker:
Superintensive Landwirtschaft bedroht Zugvögel im Mittelmeerraum: Tödliche Oliven

Werden Millionen europäischer Singvögel in jedem Jahr Opfer der industriellen Olivenernte im Mittelmeerraum? Das legt zumindest eine Analyse der spanischen Umweltverwaltung nahe. Das Problem: Bei der nächtlichen Ernte mit hochmodernen Erntemaschinen werden die in den Olivenplantagen rastenden Zugvögel quasi als Beifang in das Mähwerk gesaugt. Gemeinsam mit den Oliven spucken die Riesenmaschinen dann tote Vögel in die Erntewannen aus. Nach massiven Protesten ist die Praxis der Nachternte mit Hightechmaschinen in Spanien, dem weltweit größten Produzenten von Olivenöl, vorerst gestoppt. Doch auch wenn das Ausmaß des Vogelsterbens in Olivenhainen noch umstritten und wenig wissenschaftlich erforscht ist: Für eine Entwarnung ist es zu früh, wie unsere europaweiten Recherchen zeigen.

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Raben auf der Spitze des Hildesheimer Doms. (Foto: J. Achtzehn)

Dirk Preuß:
Adler, Raben, Gänse: Heilige mit Vogel

Sie verschenkten ihren gesamten Besitz an die Armen und lebten fortan selbst von Almosen; sie zogen sich als Einsiedler in unwirtliche Gegenden zurück und führten freiwillig ein entsagungsreiches Leben; sie ließen sich ohne Widerstand foltern und verziehen ihren Peinigern. Dafür wurden Frauen und Männer bereits von vielen ihrer Zeitgenossen als Heilige verehrt. Anderen schienen sie einfach nur „einen Vogel zu haben“. Einen Vogel hatten zahlreiche Heilige aber auch in ganz wörtlichem Sinne – zumindest spielen Vögel eine wichtige Rolle in den Legenden, die sich um ihr Leben ranken. Am bekanntesten sind vermutlich Martin von Tours und der Apostel Petrus, denen wir die sogenannte Martinsgans und den Hahn auf vielen Kirchturmspitzen verdanken. Doch insbesondere auch Wildvögel fliegen durch so manche Erzählung über heilige Frauen und Männer.

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