Der Falke 6/2014

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Schwerpunkte
  • Neues Projekt:Schutz des Rotmilans
  • Stark bedroht: Zwerggänse
  • Teuerster Vogel der Welt: Der Kalifornische Kondor
  • Beobachtungsprogramm: Vogelzug am Ammersee

Rotmilan (Foto: T. Hinsche)

Rotmilan (Foto: T. Hinsche)

Johanna Karthäuser, Christoph Grüneberg:
Bundesweites Projekt zum Schutz des Rotmilans gestartet

Mehr als die Hälfte der Weltpopulation des Rotmilans brütet in Deutschland. Daher trägt die Bundesrepublik eine besondere Verantwortung für den Schutz dieser Vogelart. Doch der Bestand ist bedroht: Veränderungen in der Landnutzung, vor allem die immer intensiver werdende Ackerbewirtschaftung mit großflächigem Anbau von Mais, Raps und Wintergetreide, machen dem Greifvogel das Leben zunehmend schwer. Nach Ergebnissen des Monitoringprogramms Greifvögel und Eulen Europas hat der Bestand in Deutschland seit Anfang der 1990er Jahre um mehr als ein Drittel abgenommen. Wege aufzuzeigen, wie die negative Entwicklung aufgehalten und eine Trendwende eingeleitet werden kann, ist Ziel eines neuen, bundesweiten Artenschutzprojektes, das der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) zusammen mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) und der Deutschen Wildtier Stiftung durchführt.


Kalifornischer Kondor (Foto: I. Weiß)

Kalifornischer Kondor (Foto: I. Weiß)

Thomas Krumenacker:
„Teuerster Vogel der Welt“: Der Kalifornische Kondor

Es ist das teuerste Artenschutzprogramm für einen Vogel aller Zeiten: Die Rettung des Kalifornischen Kondors (Gymnogyps californianus) vor dem Aussterben kostet in jedem Jahr fünf Millionen Dollar. Seit Beginn des Programms in den 1980er Jahren wurden bereits mehr als 50 Millionen Dollar ausgegeben. Diese Summe zeigt die Bedeutung des Projekts. Denn der Kampf um das Überleben des Kalifornischen Kondors ist längst zum Symbol für die Entschlossenheit eines ganzen Landes geworden, den Verlust einer Tierart nicht einfach hinzunehmen. In den vergangenen dreißig Jahren hat das Kondor-Programm unter den Augen einer aufmerksamen und zunehmend umweltbewussten Nation Glanz und Elend ebenso wie Erfolge und Rückschläge erlebt.


Zwerggans

Zwerggans

Helmut Kruckenberg:
Zeit zu handeln: Kurz vor zwölf für die Zwerggans

Die Zwerggans ist relativ klein, grau und sieht der häufigeren Blässgans sehr ähnlich. Das wird ihr immer wieder zum Verhängnis, denn Jäger verwechseln die beiden Arten sehr leicht. Doch die Zwerggans ist hoch bedroht. In Europa steht die Art vor dem Aussterben. In den letzten Jahren wurde sehr viel Forschung betrieben und verschiedene Schutzmöglichkeiten erprobt. Über den Berg ist die Zwerggans damit aber noch nicht.

Weitere Inhalte
  • Felix Weiß, Christopher König, Christoph Moning, Christian Wagner: Die Greifswalder Oie – Das Helgoland der Ostsee
  • Anita Schäffer: Gabelschwanz und Geselligkeit: Rotmilan
  • Kai-Michael Thomsen: Weltweite Volkszählung beim Weißstorch
  • Christoph Zöckler: Auf dem Zug wiedergefunden: Farbmarkierte Löffelstrandläufer
  • Markus Faas: Zugplanbeobachtungen im „Selbstversuch“: Breitfrontzug im Alpenvorland
  • Johannes Wahl, Karsten Berlin, Christopher König, Andreas Leistikow: Zahlreiche Rekorde trotz eisheiliger Temperaturen: Birdrace 2014
  • Hans-Heiner Bergmann: Wie Vögel mit hartschaliger Beute umgehen: Ein Schalentier zum Knacken
  • Dieter G. Haas: Heimische Vögel als Blütenbestäuber
  • Helmut A. Pätzold: Möwen im Kirschbaum
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